Bogensport Grundlagen

Die Nutzung von Pfeil und Bogen ist fast so alt wie die Menschheit und fasziniert noch heute viele Menschen. Kaum jemand hat in der Kindheit nicht mit „Flitzebogen“ Stäbchen fliegen lassen.
Das heutige, sportliche Bogenschießen hat technisch nur noch wenig mit den Anfängen zu tun - geblieben ist die Faszination. Moderne Sportbögen sind technisch ausgereift und der Bewegungsablauf anspruchsvoll und wird nicht selten unterschätzt.

Im modernen Bogensport unterscheidet man drei klassische Bögen, die in unterschiedlichen Wettbewerben nebeneinender sportlich genutzt werden. Alle Bögen müssen immer festgelegten Kriterien entsprechen, was ggf. auch vor Turnieren kontrolliert wird.

Die klassischen Bogenarten:

Kerstin Masch mit dem Recurve-Bogen

Florian Dittewich mit dem Compound-Bogen

Christoph Kissinger mit seinem traditionellen Bogen

Der Recurve-Bogen
(auch olympischer Bogen genannt)

Ein Bogen, der aus drei Teilen (Mittelstück und zwei Wurfarme) besteht. Er kann sowohl mit als auch ohne Visier (Blankbogen) geschossen werden. Der einzige Bogentyp, der auch bei Olympischen Spielen geschossen wird.
Klassisch wird der Bogen bei Fita-Turnieren - auf unterschiedlich großen Zielscheiben von 18m - bis zu 90m Entfernung - geschossen.

Der Compoundbogen
Der technisch am weitesten entwickelte Bogen. Ein Bogen, bei dem durch zwei Umlenkrollen ein gewisser "Flaschenzug-Effekt" erreicht wird, der es den Schütz(inn)en erlaubt höhere Zuggewichte zu schießen - was grundsätzlich einen besseren Pfeilflug mit sich bringt. Er wird - klassisch - ebenfalls mit Visier und einem "Release" geschossen. Dabei handelt es sich um eine "Ablasshilfe" mit der die Bogensehne nicht direkt mit den Fingern gezogen und abgelassen wird.
In Wettbewerben wird er sowohl im 3D-Bereich, als auch im klassischen Fita-Bereich auf Entfernungen bis zu 90m geschossen.

Der traditionelle Bogen
Hier findet man den klassischen "Robin Hood-Bogen", aus einem Stück oder laminiert aus Holz hergestellt und - üblicherweise - auch mit Holzpfeilen mit echten Gänsefedern geschossen.
Der Bogen der Traditionalisten und Idealisten, der aber auch das meiste Training, Einfühlungsvermögen und Sorgfalt fordert. Geschossen wird er - natürlich ohne Visier - überwiegend im 3D (jagdliches Schießen) und Feldbogen-Bereich, auf Entfernungen bis zu 70m (!)